| Pressebericht zum 7. Lauf Sachsenring - 02./03.
September 2006
The
same procedure
Auch bei seinem Heimspiel auf dem Sachsenring raste der Hohenstein-Erntthaler
Rigo Richter auf seinen „Lieblingsplatz“ - den Zweiten.
Schon im Training machte der 36-Jährige wieder Startplatz zwei
hinter dem bereits als Meister feststehenden Arne Tode für
sich und seine OBI SKM Bike-Promotion Yamaha klar. Dabei war Rigo
mit nur drei Zehnteln Rückstand so dicht wie selten am Ex-Glauchauer
dran.
„Es wäre sicherlich noch etwas schneller gegangen,
doch leider musste ich die Hälfte des ersten Zeittrainings
ohne Kupplung fahren. Im zweiten war es dann wärmer, so dass
sich kaum einer verbessern konnte“, meinte der Lokalmatador
nach den Zeittrainings. Und weiter: „Mehr Sorgen mache ich
mir allerdings ums Rennen morgen. Wir haben keinen geeigneten Reifen,
mit dem ich mehr oder weniger problemlos über die Distanz komme.“
Die Sorgen sollten sich als unbegründet herausstellen, denn
der Rennsonntag war deutlich kühler. Die Chance auf mehr, als
seinen Stammplatz zwei, vergab der sympathische Sachse mal wieder
beim Sprint zur ersten Kurve, in die er nur als Vierter einbog.
Während ihn das Passieren seines direkten Widersachers um die
Vizemeisterschaft, Jesco Günther, vor keine größeren
Probleme stellte, hing er einige Runden hinter dem Österreicher
Rene Mähr fest. Als er ihn kurz vor Rennmitte der 20-Runden-Distanz
endlich knackte, war Arne Tode bereits um vier Sekunden enteilt.
„Schade, denn ich bin danach noch die schnellste Rennrunde
gefahren. Das zeigt mir, dass heute mehr möglich gewesen wäre.
Aber egal. Ich bin jetzt 36 Jahre alt, da schaltet man schon einmal
mehr das Köpfchen ein. Ich liege in der Tabelle jetzt 15 Punkte
vor Jesco und die Vizemeisterschaft hat für mich jetzt Vorrang.
Außerdem ist es auch so sehr angenehm, bei meinem Heimrennen
mal wieder auf dem Podest zu stehen. Zuletzt war das 1990, als ich
die 250-er Ausweisklasse, heute B-Lizenz, gewann. Beim Sachsenring-Comeback
1996 bin ich gleich in der ersten Kurve mit abgeräumt worden.
1997 verfehlte ich, ebenfalls in der 250-er, das Podest als Vierter
nur knapp. Voriges Jahr habe ich mich ja hier im Training verletzt
und konnte nicht starten. Mit dem zweiten Platz heute habe ich wenigstens
meine persönliche Sachsenring-Bilanz aufgebessert.“
Der Vizetitel in der IDM Supersport wird nun in zwei Wochen in
Hockenheim vergeben, wozu Rigo Platz sechs in jedem Fall genügen
würde.
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