| Pressebericht zum 6. Lauf Schleizer Dreieck - 05./06.
August 2006
Trotz
stark beeinträchtigter Sicht wieder auf Stammplatz gefahren
Nach den Wetterkapriolen im vorigen Jahr blieben auch diesmal der
Veranstalter des Schleizer Dreieckrennens, Lauf sechs zur IDM 2006,
sowie dessen Helfer und sonstige Beteiligte nicht von miserablem
Wetter verschont.
Einer der sich über den am Trainingssamstag einsetzenden und
nicht mehr enden wollenden Regen freute, war Rigo Richter. „Bei
nassen Verhältnissen sollte gegen Arne Tode etwas gehen“,
gab sich der Hohenstein-Ernstthaler nach Trainingsplatz zwei (im
Trockenen ersten Zeittraining herausgefahren) optimistisch.
Nach dem Granatenstart auf dem Salzburgring war jener von Schleiz
wieder eher der Kategorie „mittelmäßig“ zuzuordnen.
Nur als Sechster bog der Pilot des Geraer Teams OBI SKM Bike-Promotion
Racing in die erste Kurve ein. Zwar konnte er sich noch während
der ersten Runde auf Platz vier mit Kontakt zur Spitze verbessern,
doch damit gingen die eigentlichen Probleme erst los. „Nach
wenigen Runden habe ich kaum noch etwas gesehen. Meine Brille war
beschlagen und ich bin einen echten Stuss zusammengefahren. Als
dann die Wassertemperatur bedrohlich anstieg und vom Motor her noch
Wasserdampf aufstieg, wurde es noch schlechter“, umriss der
36-jährige Routinier anschließend sein Rennen. Schade,
denn mit der schnellsten Rennrunde unterstrich Rigo, was ohne den
Problemen eines Brillenträgers möglich gewesen wäre.
„Natürlich habe ich schon Kontaktlinsen probiert, aber
die vertrage ich nicht. Für solche Fälle, wie hier in
Schleiz, muss ich mir echt etwas einfallen lassen.“
Hinter dem Gaststarter Rico Penzkofer, Überraschungsmann
Swen Ahnendorp und Seriensieger Arne Tode fuhr Rigo schließlich
als Vierter über den Zielstrich, dann kam die freudige Überraschung.
Da die ersten Beiden am Start etwas voreilig zu Werke gingen, belegte
sie die Rennleitung mit Zeitstrafen, so dass Arne Tode, Rigo Richter
und Jesco Günther bei der Siegerehrung wieder unter sich waren.
„Schön, dass ich wieder auf dem Podest stehe. Im Trockenen
ist gegen Arne und seine alpha Technik Honda kein Kraut gewachsen,
aber heute hatte ich mir echt mehr ausgerechnet. Egal. Ich gratuliere
ihm und seinem Team zum Titel und schaue weiter nach vorn. Bei den
letzten beiden Rennen auf dem Sachsenring und in Hockenheim gilt
es für mich, die Vizemeisterschaft in trockene Tücher
zu bringen. Das wäre für unser kleines Team ein riesen
Erfolg“, gibt sich Rigo Richter weiter kämpferisch.
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