| Pressebericht zum 4. Lauf Nürburgring - 01./02.
Juli.2006
Außer
Spesen nichts gewesen
Ein Wochenende zum Vergessen erlebte Rigo Richter beim vierten
Lauf zur IDM 2006 auf dem Nürburgring. Zuerst plagte den Hohenstein-Ernstthaler
eine hartnäckige Sommergrippe mit Schüttelfrost, Übelkeit,
Kraftlosigkeit und allem was sonst noch dazu gehört. Die Zeittrainings
liefen dennoch halbwegs zufriedenstellend, wo er sich als Sechster
qualifizierte. Das war nicht weiter tragisch, denn vor ihm standen
vier Gaststarter, drei davon aus der Supersport-Weltmeisterschaft,
die reglementkonform keine Punkte erhalten sollten. Von den permanenten
IDM-Startern war nur der Exil-Sachse Arne Tode schneller. Der Pilot
des Geraer OBI SKM Bike-Promotion Racing Teams lag somit mehr oder
weniger wieder im Soll, haderte aber trotzdem. "Wir haben uns
im Timing etwas vertan. Als ich noch einmal mit meinem besten Satz
Pirelli-Reifen raus fuhr, bleib ich im Verkehr hängen. Danach
ging mir die Zeit aus", erklärte der Yamaha-R6-Treiber
anschließend.
Der Rennstart war dann zum wiederholten Male eine mittlere Katastrophe.
"Das verstehe ich nicht. Irgendwie passt der Anschluss des
zweiten und dritten Ganges nicht. Da haben wir ein Loch." Lange
Rede, kurzer Sinn - durchgereicht bis auf Rang elf, streifte er
eingangs der fünften Runde das Hinterrad von Tage Solberg.
Beide Fahrer stürzten, blieben aber zum Glück unverletzt.
"Ich war etwas überrascht, wie früh vor mir gebremst
wurde und fand keine Lücke mehr. Ich habe mich bei Tage sofort
entschuldigt, danach schauten wir uns gemeinsam das Rennen an und
konnten schon wieder flachsen", so der 36-Jährige. Das
zweite Mal Glück im Unglück hatte Rigo Richter als die
neue Tabelle erstellt wurde. Hinter Arne Tode, der sich auch beim
vierten Rennen das Punktemaximum sicherte, liegt Rigo weiter auf
Platz zwei, nun allerdings punktgleich mit dessen Teamkollege Jesco
Günther.
Nur eine Woche nach dem Saisonhöhepunkt im deutschen Motorradsport,
dem Grand Prix auf dem Sachsenring, findet die IDM am 22./23. Juli
ihre Fortsetzung auf dem Salzburgring. Erinnern wir uns: Im Vorjahr
war Rigo dort Spielball und Hauptdarsteller beim bösen Startunfall.
Unken ist allerdings nicht angebracht. Vielmehr hoffen wir, dass
er mit dem Crash in der Eifel sein Inferno bereits hinter sich hat.
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