Organisatorische Grundsätze

Die Grundsätze der Durchführung unserer Trainings beruhen in erster Linie auf der Gewährleistung der Sicherheit bei gleichzeitiger Orientierung auf maximalen Spaß und Freizeitwert für die Teilnehmer.
Es gelten die allgemeinen Teilnahmebedingungen.

Sicherheit

  1. Es wird stets das maximal mögliche Sicherheitspaket der Rennstrecke gebucht. Auf vielen Strecken wird dieses Sicherheitspaket aus Streckenposten, medizinischer und technischer Sicherstellung durch uns selbständig aufgewertet. So werden z. Bsp. zusätzliche Rettungswagen und Streckenposten eingesetzt oder zusätzlich deutsche Ärzte mit Rennstreckenerfahrung verpflichtet.
     
  2. Bei fast allen Veranstaltungen werden die Teilnehmer an den Trainings entsprechend ihrer Rennstreckenerfahrung in Einsteiger-, Sportfahrer- und Lizenzfahrergruppen (Kategorien) unterteilt. Die Vorteile sind: Berechenbarkeit der Teilnehmer im gleichen Turn (damit auch Vermeidung unnötigen Gefahrenpotentials), feste Zeiten der Streckennutzung ohne Anstehen, Abbau der Hemmschwelle für Neueinsteiger. Die jeweilige Kategorie wird in der Terminübersicht mit veröffentlicht. An alle Teilnehmer ergeht der Appell, sich bei der Anmeldung real einzuschätzen!!
    Diese Regelung gilt nicht für Rennen. Hier wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass ein Teilnehmer, der sich für ein Rennen anmeldet, über die entsprechende Erfahrung und Qualifikation verfügt.
     
  3. Es besteht grundsätzlich in jeder Kategorie die Möglichkeit, einen Instruktor zu buchen. In der Kategorie Einsteiger werden kleine Gruppen von 5-6 Fahrern je Instruktor gebildet.
     
  4. Wir unterwerfen uns freiwilliger Selbstbeschränkung bei der maximalen Anzahl von Teilnehmern je Turn. Lässt das Streckenprotokoll (Vorgabe) eine unserer Auffassung nach zu große Anzahl von Fahrern zu, wird die Anzahl limitiert. Beispiel: Oschersleben - max. 45 Fahrer je Turn (das Protokoll erlaubt eine weit höhere Zahl)
     
  5. Es besteht die Möglichkeit einer Unfallversicherung für bleibende und temporäre Körperschäden nach Unfällen.
     
  6. Alle Motorräder werden einer technischen Kontrolle unterworfen, hierbei wird auf den fahrsicheren Zustand kontrolliert. Das heißt: Fahrwerk, Reifen, Bremsen i.O; kein Austritt von Flüssigkeiten; allgemeiner technischer Zustand. Die Sicherung von Ölablass- und -einfüllschrauben sowie des Ölfilters wird nicht zwingend vorgeschrieben, eine Kontrolle auf festen Sitz ist im Sinne aller aber schon von Haus aus sinnvoll. Erforderliche Umbaumaßnahmen:- Spiegel und Kennzeichen abbauen; - Blinker, Scheinwerfer und Rückleuchten abkleben; - Startnummern an Front und beiden Seiten anbringen (Zahlen gibt es bei Bedarf auch vor Ort)
     
  7. Es wird grundsätzlich eine Fahrerbesprechung durchgeführt. Die Teilnahme ist Pflicht für alle Fahrer und wird mit Aufkleber am Helm dokumentiert. Wer keinen Aufkleber am Helm hat, darf den Boxenausgang nicht passieren.
     
  8. Allen Teilnehmern wird die Pflicht zum Tragen entsprechender Schutzkleidung und -ausrüstung auferlegt. (siehe Allgemeine Teilnahmebedingungen)
     
  9. Teilnehmern, die offensichtlich unter Einfluss von Alkohol oder Drogen stehen, ist die Rennstreckennutzung untersagt. Sollte hier eine Zuwiderhandlung festgestellt werden, wird der Fahrer ohne Kostenersatz von der Veranstaltung ausgeschlossen.
     
  10. Gleiches gilt für Fahrer, die vorsätzlich Flaggenzeichen missachten oder grob fahrlässig sich und andere Teilnehmer in Gefahr bringen. Ausgeschlossen werden auch Teilnehmer, deren Fahrzeug auf der Strecke von Fahrern benutzt wird, die selbst nicht angemeldet sind. Der Besitzer des Motorrades haftet für dadurch entstehende Personen- und Sachschäden.

Ablauf

Die Ablaufpläne richten sich in erster Linie nach den durch die Strecken vorgeschriebenen Fahrzeiten.

Die Teilnehmer erhalten ca. 10 Tage vor Veranstaltungsbeginn die Nennungsbestätigung. Ihr ist ein Ablaufplan beigelegt. Aus dem Ablaufplan sind neben den Fahrzeiten auch die Zeiten für Papierabnahme/Anmeldung, technische Abnahme etc. zu ersehen.

Es kann nach Unterbrechungen durch Stürze o.ä. zu Verschiebungen im Zeitplan kommen.

Bei Unterbrechungen gilt folgende Regel: Wurde noch nicht die Hälfte der Fahrzeit des Turns absolviert, wird der Turn neu gestartet. Ist er über die Hälfte fortgeschritten, wird die nächste Gruppe nach Freigabe der Strecke gestartet. Die letzte Entscheidung über die Weiterführung des Trainings fällt das Race Control der jeweiligen Strecke.

Aktuelle Informationen werden über die Fahrerlagerbeschallung bekanntgegeben. Ist eine solche Anlage nicht vorhanden, wird eine Informationstafel eingerichtet.

Meisterschaftsveranstaltung

Bei den Meisterschaftsveranstaltungen besteht Transponderpflicht!
Die Transponder sind kostenfrei. Es muss eine Caution (ausschließlich Personalausweis oder Pass) abgegeben werden.
Die Hinterlegung des Personalausweis oder Passes wird gleichzeitig von der Strecke für das Medicalcenter verlangt!
Bei den Perfektionstrainings besteht auch Transponderpflicht (für die Gruppeneinteilung).
Wer Rennen fährt, zahlt Gebühren laut Preisliste. Die Transpondermiete ist dann im Rennpreis inbegriffen. Wer Zeitenausdrucke haben möchte und keine Rennen fährt, zahlt 10€ pro Tag Transpondermiete.

Rennen

Rennen werden unter Anwendung des Reglements der Internationalen Deutschen Meisterschaft, der Superbike- WM bzw. der Langstrecken- WM durchgeführt.

Folgender Ablauf kommt zur Anwendung:

  1. Aufruf ca. 15 min vor Öffnung der Boxengasse
  2. Aufruf ca. 5 min vor Öffnung der Boxengasse
  3. und letzter Aufruf bei Öffnung der Boxengasse (Boxengasse 1 min geöffnet)

Wird dieser Zeitpunkt versäumt, öffnet die Boxengasse nach dem Vorstart noch einmal für kurze Zeit. Der Fahrer folgt dem Feld und erhält die Möglichkeit, sich in der Startaufstellung auf seine Position zu begeben.

Alle Fahrer sind aufgerufen, sich ihre Startposition VOR dem Herausfahren genau einzuprägen, damit eine langwierige Aufstellprozedur vermieden wird. Die Startaufstellung wird ausgehängt.

Der Vorstart erfolgt startreihenweise. Der Starter bewegt sich mit zwei roten Flaggen durch das Feld. Bei Heben der Flaggen vor der jeweiligen Startreihe kann diese Reihe starten (nur diese Reihe!!).

Nach der Aufwärmrunde wird erneut die Startposition eingenommen. Der Start erfolgt in der Regel mit einer Ampelanlage. Der Start steht unmittelbar bevor, wenn der Starter seine Position vor dem Feld in Richtung der Boxenmauer verlässt. Dabei weist die zusammengefaltete rote Flagge auf die Ampelanlage. Die Ampel zeigt rot und schaltet nach ca. 3-5 sec aus. Dies ist das Zeichen zum Start!

Langstreckenrennen werden mit einem “Le Mans- Start” gestartet. Dabei stehen die Motorräder, gehalten durch einen Helfer, mit abgestelltem Motor an der Boxenmauerseite auf der Start- Ziel- Gerade. Sie werden im 45 Grad- Winkel zur Fahrtrichtung aufgestellt. Die Fahrer stehen auf der anderen Seite der Start- Ziel- Gerade und laufen auf Signal (Startpistole, Flagge o.ä.) zu ihrem Motorrad, starten das Fahrzeug und beginnen das Rennen.

Foto eines Le Mans- Starts   

Die Rennen werden mit der schwarz-weiß karierten Zielflagge beendet.

Service/Dienstleistungen vor Ort

Bei allen Veranstaltungen ist der Reifendienst vor Ort. Hier können Reifen gekauft, mitgebrachte Reifen gewechselt und Luftdruck geprüft werden. Spezielle Reifen oder eine größere Anzahl an Reifen bitte vorab bestellen. Beim Renndienst können Verschleiß-, Sturz- und Zubehörteile und Materialien erworben werden. Bei den meisten Veranstaltungen ist ein Foto- u./o. ein Videoservice dabei. Zu den Pirelli Days steht ein Fahrwerksservice zur Verfügung. Das Catering wird meist durch das ansässige Unternehmen, in Ausnahmefällen durch uns realisiert.

Zahlung und Stornobedingungen

siehe Preisliste

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